Podiumsdiskussion in Berlin über die Zukunft der Geburtshilfe

Der Deutsche Hebammenverband e.V. und der Filmemacher Roland Wirzbinna laden am 23. Juni 2014 ein zu einer Podiumsdiskussion im Technikmuseum Berlin. Hochkarätige Gäste informieren und diskutieren dort von19:30 Uhr bis 21 Uhr über die aktuelle Situation der Hebammen in Deutschland.

Roland Wirzbinna wird Ausschnitte aus der Diskussion für einen Dokumentarfilm nutzen. Mit dem Thema vertraut ist der Filmemacher durch das Projekt "Ozean der Emotionen". In diesem Film, den Wirzbinna zusammen mit seiner Frau Katharina gemacht hat, schildern Frauen, Familien, Mütter und Väter ihre ganz persönlichen Geburtsmomente und ihr Wahrnehmen von Schwangerschaft und Elternschaft.

Im Technikmuseum diskutieren am 23. Juni folgende Gäste (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. med. Abou Dakn (Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, St Joseph Krankenhaus Berlin)
  • Dr. Christine Bruhn (Geschäftsführerin Geburtshaus Charlottenburg)
  • Katharina Jeschke (Präsidiumsmitglied und Beirätin für den freiberuflichen Bereich (DHV)
  • Heirike Pfohl ( Dipl. Pädagogin Kaiserschnittstelle Hannover, aus dem Dokumentarfilm Ozean der Emotionen - Geburtsmomente)
  • Julia Richter (Schaupielerin Film, Fernsehen und Theater, angefragt)

Elisabeth Scharfenberg (MdB Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen)
Es gibt Platz für 100 Zuschauer und Zuschauerinnen. Die verbindliche Reservierung kostet pro Person 10 Euro. Wer möchte kann und darf auch etwas mehr spenden, denn es kommt dem Projekt zugute.
Das Projekt wird vom Berliner Hebammenverband mit finanziellen und fachlichen Ressourcen unterstützt.

>> Trailer Podiumsdiskussion Berlin bei youtube

Pressemitteilung: Erster Schritt zur Sicherung der Hebammenhilfe

Regelungen zum Sicherstellungszuschlag treten morgen in Kraft Der Deutsche Bundestag hat heute einen Sicherstellungszuschlag beschlossen, der die Haft­pflichtkosten für Hebammen abfedern soll, die eine geringe Anzahl von Geburten im Jahr betreuen. Die Regelungen treten bereits morgen in Kraft. Ziel ist, die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe einschließlich der freien Wahl des Geburtsortes zu gewährleisten. Die Kosten für die berufliche Haft­pflicht für Hebammen sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen und bei anhaltend niedriger Vergütung für viele Hebammen nicht mehr bezahlbar. Die Regelungen möchten hier einen Ausgleich schaffen, damit nicht weitere Hebammen bei den ab 1. Juli 2014 anstehenden Prämienerhöhungen den Beruf aufgeben.

Die vollständige Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverband e.V.:

Plattform "Meine Geburt: natürlich - sicher" online gegangen

Heute ist die Plattform "Meine Geburt: natürlich - sicher" online gegangen.
Ziel der Plattform ist es allen Frauen und Familien eine selbstbestimmte, 
natürliche und sichere Geburt zu ermöglichen; also eine Schwangerschaft, eine 
Geburt und eine Zeit nach der Geburt, bei der die Hebammen federführend sind.
Registrieren und mitmachen lohnt sich - damit alle Frauen selbstbestimmt, 
natürlich und sicher gebären können – jetzt und in Zukunft!

www.meineGeburt-natuerlich-sicher.de

Postkartenaktion

Haft­pflichtversicherung für Hebammen für ein weiteres Jahr

Nach Angaben des Versicherungsmaklers Securon haben sich heute Nacht verschiedene Versicherer bereit erklärt, den fehlenden Anteil der Nürnberger Versicherung von 20 % im Versicherungs-Konsortium bis 2016 zu übernehmen. Das heißt: Auch im Jahr 2015 wird der Deutsche Hebammenverband eine Gruppenhaftpflichtversicherung für Hebammen anbieten können.

Aber dieses Angebot gilt zunächst nur für ein weiteres Jahr und ist zudem mit einer Prämiensteigerung um weitere 20 % verbunden. Dass damit der drohende Komplettausfall der Haft­pflichtversicherungsmöglichkeit für Hebammen nur um ein Jahr verschoben ist, bestätigt die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, Martina Klenk: „Das ist nicht die Lösung für die freiberuflich tätigen Hebammen, sondern Stückwerk und bedeutet für die Hebammen ein Sterben auf Raten. Ein weiterer Anstieg der Versicherungsprämien ist für freiberuflich tätige Hebammen nicht mehr zu verkraften und wird definitiv zum Zusammenbrechen der geburtshilflichen Versorgung, und zwar auch in den Kliniken in weiten Teilen Deutschlands führen.“

Daher sei die Politik gefordert - so Klenk: „Um die Prämienspirale zu stoppen, fordern wir nach wie vor eine politische Lösung. Wir brauchen einen öffentlich finanzierten Haftungsfonds, aus dem die Schäden über einer bestimmten Deckungs­summe bezahlt werden. Außerdem müssen die Regressforderungen der Kranken- und Rentenversicherungen an die Hebammen gedeckelt werden“.

Erfahren Sie mehr dazu in der Pressemitteilung des Deutschen Hebammenverbands.
Pressekontakt in Berlin: Susanna Rinne-Wolf Tel. 0171 8225599

Bislang keine Einigung um Haft­pflichtausgleich durch die Krankenkassen

Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wollen die Krankenkassen die Erhöhung der Haftpflichtprämien ausgleichen. In dem Artikel ist von 6,5 Millionen Euro die Rede. Leider liegt dem Deutschen Hebammenverband ein derartiges Angebot nicht vor. "Die uns gebotene Summe liegt um ein Vielfaches darunter", sagt Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes.

Nach dem Spiegel-Artikel hat der DHV nachgefragt, ob denn das Angebot erhöht worden sei. Nein, hieß es vom GKV-Spitzenverband. Man könne weiterhin über die niedrigere Summe verhandeln. "Das derzeitige Angebot des GKV-Spitzenverbandes ist weiterhin nicht akzeptabel", sagt Martina Klenk. "Wenn hier nichts passiert, werden wir es nicht annehmen können. Denn für einen großen Teil der Kolleginnen würde es das Aus bedeuten."

Zum 1. Juli 2014 erhöhen sich die Haftpflichtprämien für die Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes um 20 Prozent. Für die in der Geburtshilfe tätigen freiberuflichen Hebammen bedeutet das eine jährliche Versicherungssumme von 5090 Euro. Der Deutsche Hebammenverband hat mit seiner Petition im Jahr 2010
erreicht, dass die Krankenkassen diese Haft­pflichtsteigerungen seit 2012 ausgleichen muss. "Das geschieht jedoch nur völlig unzureichend", sagt Martina Klenk. "Außerdem haben wir damit das Problem immer weiter steigender Prämien
nicht gelöst. Ab 2015 haben wir zudem immer noch keinen Versicherer, der das Haftungsrisiko für die Hebammen übernehmen will."

Demonstration für den Erhalt der Hebammenhilfe

Am Samstag den 12.4.2014 um 15 Uhr findet in Berlin eine Demonstration am Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1 statt. Veranstalter ist "HebammenUnterstützung", eine Elterninitiative, die seit der Pressemeldung über den Verlust der Haftpflichtversicherung für Hebammen für den Erhalt und das Wohlergehen von Hebammen kämpft und ihnen Unterstützung bieten.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.hebammenunterstuetzung.de

"HebammenUnterstützung" - Es muss sich endlich etwas tun!

Die Facebook-Gruppe "HebammenUnterstützung" nutzt Online-Kanäle, um Aktionen zu planen und zu koordinieren. Jetzt folgen die ersten "Offline"-Aktionen. Schon am Montag, 24.Februar 2014 soll sich etwas bei uns in Berlin und in Bonn tun, am Dienstag ist Düsseldorf im Visier.

Das Ziel der Initiative: Es muss sich endlich etwas tun! Frauen, Eltern, Großeltern setzen sich auf vielfältige Weise für die Hebammen ein - und dafür, dass sie selbst auch in Zukunft noch entscheiden können, wo und mit wem sie ihr Kind auf die Welt bringen.

Jetzt hat „HebammenUnterstützung“ geschrieben: „Wir bringen den Protest auf die Straße. Seid mit dabei bei unseren ErMahnwachen und kommt zahlreich am Montag, 24. Februar 2014
Wo: Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
Wann: 17 Uhr“

Wir werden auf jeden Fall mit dabei sein und freuen uns über alle Kolleginnen, Familien und UnterstützerInnen, die auch mitmachen!

Berliner Demo am 24. Februar 2014

Herzlichen Dank an alle Eltern, Kinder, UnterstützerInnen und Kolleginnen, die am 24.2.2014 bei der Demo in Berlin waren! So viel Unterstützung macht Mut und gibt Kraft!